AppLHy: Validierung der gesamten Wertschöpfungskette von Flüssigwasserstoff

Die Forschungs-Aktivität untersucht die Bereitstellung, Speicherung, Transport und die Nutzung von flüssigem Wasserstoff (LH₂).
Ein Forschungsschwerpunkt am ITEP sind mögliche Synergien des tiefkalten Flüssigwasserstoffs mit supraleitenden Bauteilen, Antriebssystemen und Bandleitern.

Containeranlage mit geöffneter Technikstation und zwei Personen vor einem Wasserstoff-Testaufbau.

 

Innenansicht einer AppLHy-Anlage mit technischem Wasserstoffsystem, Leitungen und Prozessbehälter.

 

Das kollaborative Forschungs-Aktivität AppLHy (Teil des inzwischen abgeschlossenen Leitprojekts TransHyDE) demonstriere die Verflüssigung von Wasserstoff sowie den Transport, die Speicherung und die Nutzung von flüssigem Wasserstoff (LH₂). Darüber hinaus wird die Anlage LH₂ für andere Nutzer auf dem KIT-Campus Nord anbieten und ist mit dem Energy Lab Anlagenverbund verknüpft.

Das erste avisierte System ist eine Hybride-Energie-Pipeline, die elektrischen Strom und flüssigen Wasserstoff in einer einzigartigen, kompakten Transfer-Pipeline transportiert.

Baustelle neben Solarmodulen mit Erdarbeiten, Baufahrzeugen, Vermessungsstativ und Containern vor einem Baumbestand.
Juli 2025

Es geht los! Die Fundamentarbeiten der HIP/AppLHy!-Infrastruktur haben begonnen.

Baustelle mit Schotterfläche, Straßenwalze, Bagger, Solarmodulen und Absperrbändern im Vordergrund.
4. August 2025

Die Hydrogen Integration Platform (HIP) ist eine neue Forschungsinfrastruktur zur Integration von Wasserstofftechnologien in praktische Stromnetzumgebungen.

Baustelle mit Schotterfläche, gelbem Transporter, Bagger, Absperrbändern und Solarmodulen im Hintergrund.
1. September 2025

Die Baustellenarbeiten an der Hydrogen Integration Platform gehen weiter. Außerdem läuft ab diesen Monat der Personalaufbau an. Wir begrüßen heute zwei neue Mitarbeitende am Institut, die die ersten anfallenden Operateurs-Tätigkeiten übernehmen sollen. Wir freuen uns sehr über die Unterstützung von Marko Hartstern und Tobias Wagenbach und sind gespannt auf ihre ersten praktischen Aufgaben.

Baustelle mit Schotterfläche, Ausgrabungen, Betonfundament, Mobilbagger und Solarmodulen im Hintergrund.
8. September 2025

Die HIP-Baumaßnahmen laufen weiter: Nun ist der erste Teil der Fundamente fertiggestellt. Der nächste Schritt ist die Errichtung der Stahlträgerkonstruktion für die Wasserstoffleitungen. Derweil befindet sich der fertige Verflüssiger in Christchurch, Neuseeland. Nach den letzten Fabriktests Ende September begibt er sich auf eine zweimonatige Schiffsreise zu uns nach Deutschland. Wir rechnen daher mit der Lieferung zum Jahresende und der Inbetriebnahme in Q1 2026.

Baustelle mit Betonfundamenten, Baumaschinen und Arbeitern vor Solarmodulen, ergänzt durch ein kleines FABRUM-Foto.
Oktober 2025

Während in Karlsruhe die Bauarbeiten voranschreiten, ist in Neuseeland der neue Wasserstoff-Verflüssiger für das Projekt AppLHy! erfolgreich geprüft und abgenommen worden. Die von der Firma Fabrum gebaute Anlage wird jetzt von Christchurch verschifft und in einigen Wochen bei uns eintreffen. Sobald der Verflüssiger installiert ist und den Betrieb aufnimmt (Q1 2026), wird er bis zu 75 kg Flüssig-Wasserstoff pro Tag erzeugen. Damit sollen verschiedene Projekte am ITEP, insbesondere das TransHyDE-Projekt AppLHy!, sowie ggf. auch andere KIT-Institute und Partnerfirmen versorgt werden. Danke insbesondere an Michael Wolf, Tobias Wagenbach und Marco Hartstern, die diesen wichtigen Schritt vor Ort begleitet haben.

Baustelle mit Solarmodulen im Hintergrund, Schotterboden und zwei Bauarbeitern in gelber Warnkleidung.
Oktober 2025

Der Verflüssiger ist weiter auf seinem Weg und erreicht Anfang Dezember Deutschland und einige Tage später unser Institut. Derweil wird auf unserer Baustelle alles vorbereitet: Die Fundament-Arbeiten sind fast abgeschlossen; es fehlt lediglich noch die Versiegelung, um alles für die neuen Anlagen bereit zu machen.

Baustelle mit freiliegenden Betonfundamenten, Stahlbewehrungen, Baumaschinen und Bauarbeitern auf Schottergelände.
Oktober 2025

Die nach oben ragenden Metallstangen im Bild markieren die Anschlusspunkte für Gas-Leitungen, welche demnächst geliefert und angeschlossen werden.

Baustelle mit Baggern und Bauarbeitenden beim Herstellen von Fundamenten vor Reihen von Solarmodulen.
3. November 2025

Das Gießen der Fundamente ist abgeschlossen, und die Oberfläche wurde verdichtet. Die Betonfundamente stellen ein erdbebensicheres Aufstellen von 20ft-Containern sicher, die Stahlkonstruktion bietet die Basis für ein Wasserstoff-Rohrleitungsnetz, das die HIP-Anlagen mit dem restlichen Energy Lab Anlagenverbund verbindet. Im nächsten Schritt wird der Bodenbelag aus Pflaster und Rasengitter hergestellt.

Weißer Technikcontainer wird per Kran auf der Baustelle platziert, im Hintergrund Solarmodule und Containergebäude.
20. Januar 2026

Vor wenigen Tagen wurde am KIT das Kernstück unserer neuen Anlage installiert, die täglich über 50 kg Wasserstoff verflüssigt. Der größte nicht‑kommerzielle Verflüssiger Deutschlands unterstützt die Hydrogen Integration Platform (HIP) und ermöglicht Tests etwa zur Kombination von Flüssigwasserstoff und Supraleitung. Die von Fabrum gefertigte Anlage liefert künftig Flüssigwasserstoff für Forschung am Campus Nord und externe Projekte. Sie gelangte per Schiff von Neuseeland nach Karlsruhe.

Fertige Wasserstoffanlage mit FABRUM-Container, geöffneter Technikstation und sichtbarer Verflüssigungsanlage.
April 2026

Der neue Verflüssiger ist vollständig angeschlossen und betriebsbereit; die finale technische Abnahme durch den TÜV wird derzeit durchgeführt.

 

Infrastruktur

Außenansicht eines FABRUM-Containers für Flüssigwasserstoff mit geöffneter Technikstation und sichtbarer Anlage.

 

Kernstück der aktuell errichteten Anlage ist ein Wasserstoff-Verflüssiger mit einer Kapazität von 50 kg Wasserstoff pro Tag. Aus dem LH₂-Speichertank kann flüssiger Wasserstoff in ortsbewegliche Transport-Behälter abgefüllt für weitere Forschungs-Aktivitäten genutzt werden.

In einer zweiten Bauphase wird eine ca 16 m lange Demonstrationspipeline errichtet, in der die kombinierte Übertragung von LH₂ und elektrischer Leistung in einem supraleitenden Kabel demonstriert werden wird.

 

 

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Förderung

 

 

 

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Portrait von Michael Wolf
Michael Wolf

Projektleiter AppLHy

 +49 721 608-24118
 michael.wolf∂kit.edu

Portrait Tabea Arndt
Prof. Tabea Arndt

ITEP-Direktorin

 +49 721 608-23515
 tabea.arndt∂kit.edu

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